Mehr Gewalt durch Flüchtlinge

Naja, nicht direkt durch die Flüchtlinge selber. Aber ohne Flüchtlingsheime könnte man schließlich keine selbigen beschmieren, beschädigen und anzünden. Verübt wurden diese Verbrechen nicht von einem radikalen, gewaltbereiten Mob, sondern von „braven Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft“.
Als Rechtfertigung reicht da in den meisten Fällen Angst. Die Angst vor den Flüchtlingen, vor dem Anderen, dem bösen „schwarzen Mann“. Und wenn man vor etwas Angst hat, dann darf, ja muss man geradezu etwas unternehmen. Schließlich wollen diese dreckigen, unterentwickelten, fanatisch muslimischen Scheinflüchtlinge, denn das sind sie im Grunde doch alle, nur eins: Unsere Kinder häuten und essen, sowie all unsere blonden Frauen vergewaltigen.
Wer das nicht versteht, der versteht einfach nicht die „berechtigten“ Sorgen des einfachen Bürgers. Besorgte Bürger dürfen schon mal ein kleines Feuerchen machen, damit es etwas heller und wärmer in Deutschland wird. Und wenn dabei Menschen verbrennen, ach, wen kümmert das schon. Die haben wir früher ja zu Millionen verbrannt, da hat das auch kaum einen in Deutschland gestört.
Das ist deutsche Leitkultur! Ist es nicht? Doch!
Die Schweden haben pro Kopf weit mehr Flüchtlinge als wir aufgenommen. Und obwohl auch dort Unmut herrscht, flackern am Himmel nur die Nordlichter und nicht die Flammen von Flüchtlingsheimen. Selbst in Österreich, das sonst immer jeden Scheiß von uns mitgemacht hat, sehe ich kaum brennende Flüchtlingsunterkünfte.
Was ist mit uns los? Was macht uns so menschenverachtend und mörderisch? Und wovor genau haben wir eigentlich Angst?
Die Flüchtlinge hätten alles Recht der Welt, in Angst zu erstarren. Sie fliehen zu uns vor Tod und Gewalt, nur um sich hier vor Tod und Gewalt zu fürchten.
Wir handeln seit dem Beginn der „Flüchtlingskrise“ nicht mehr mit Verstand, sondern von Angst und Unsicherheit getrieben. Jedoch entstehen aus Angst und Unsicherheit nur Dummheit. Und Dumme Menschen sind nicht besser als eine Herde blökender Schafe, dessen Welt zu einer kleinen, eingezäunten Wiese zusammenschrumpft.
Dumme Menschen wollen nur noch hören, sehen und glauben, was in ihre kleine, beschränkte Welt passt, was ihre Angst bestätigt und die Unsicherheit schürt.
Die Antworten werden einfach, die Lösungen noch simpler.
Und niemand gebietet ihnen Einhalt. Die Politik steht dieser Dummheit hilflos gegenüber, da die Politiker nur besorgt sind, von dieser blökenden Herde nicht wiedergewählt zu werden. Also müssen Politiker die „Sorgen“ der Bürger ernst nehmen, egal ob diese nur im Ansatz nachvollziehbar sind.

Aber halt, man ist doch nicht gleich ein Nazi, wenn man wegen der Flüchtlinge „besorgt“ ist, wenn man „einfach mal die Dinge beim Namen nennt“.
Stimmt, man ist nicht unbedingt ein Nazi, aber auf jeden Fall ein Idiot.
Und wer wert darauf legt, von Idioten wiedergewählt zu werden, der fordert zum Beispiel Flüchtlingsobergrenzen, oder schärfere Gesetze gegen Asylanten, der blökt halt mit im Chor der Schafe.
Aber auf jeden Fall wird so ein Politiker nie den Mut besitzen klar zu sagen, wie peinlich und beschämend sich dieses Land gerade benimmt. Er wird nie darauf hinweisen, dass man Ängste und Sorgen nur dann ernst nehmen kann, wenn diese auch berechtigt sind. Und er wird nie darauf hinweisen, dass es für uns als wohlhabender Staat und für jeden von uns als Menschen die verdammte Pflicht ist, anderen Menschen in Not bedingungslos zu helfen. Dabei ist egal, wer sie sind, woher sie kommen und woran sie glauben.

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